Beim Benefiz-Suppenessen der Katholischen Frauenbewegung und des Landeshauptmannes von Oberösterreich hätte eigentlich eine Frau aufkochen sollen. Doch Haubenwirtin Erika Keplinger war krank – ihr Mann Heinz musste an diesem Freitag, 18. März einspringen. Er tat es unter anderem mit einer hervorragenden Bohnensuppe für die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Kirche und Kultur. Mit Bohnen – dem Nahrungsmittel der Armen – warb die Frauenbewegung heuer für die Anliegen des Familienfasttages. „Teilen macht mehr draus“ steht auf dem Werbeplakat. „Treten wir den Beweis an, dass dem wirklich so ist“, ermunterte KA-Präsidentin Margit Hauft dazu, dies gleich an Ort und Stelle zu tun. Landeshauptmann Josef Pühringer stellt eine Brücke zu den Jahren 1945 und 1955 her: „Damals ging es ums Überleben; heute geht es immer ums Besser-leben.“ Weltweit gesehen gehe es allerdings in vielen Regionen auch heute ums Überleben. Die Familienfasttagsaktion sei so ein wichtiger Beitrag gegen den Hunger in der Welt und für den Frieden. Generalvikar Maximilian Mittendorfer erinnerte an den Propheten Jesaja: Die Fesseln des Unrechts lösen, die Stricke des Joches zerreißen. Das bedeutet ein Fasten, wie Gott es liebt.