Caritas: Es ist besser gewordenDie Situation um die Flüchtlingsbetreuung ist in den letzten Monaten deutlich besser geworden. Dies betonte Caritas-Direktor Mathias Mühlberger bei einem Treffen des Oö. Journalistenforums im Flüchtlingshaus der Caritas in Rottenegg am 16. Februar. Journalisten waren dabei zu einer Begegnung mit Flüchtlingsfamilien eingeladen.Probleme gibt es allerdings nach wie vor. So ist die Wartezeit auf die erste Einvernahme nach wie vor sehr lang. Und rund 60 Prozent der Urteile aus der ersten Instanz im Asylverfahren werden in zweiter Instanz anders entschieden. Die in den Caritas-Häusern untergebrachten Flüchtlingsfamilien kommen vorwiegend aus Ländern der ehemaligen Sowjetrepublik. Viele Flüchtlinge haben schwere Traumata. Sie sind gesundheitlich oft in schlechtem Zustand. Manche haben in Lagern gelebt, berichtet Mag. Barbara Greinöcker. Direktor Mühlberger lobte das Bemühen der neuen Innenministerin Liese Prokop, auf die Erfahrung der Betreuungsorganisationen einzugehen. Es wäre allerdings deutlich mehr Personal für eine raschere Abwicklung der Asylverfahren notwendig. Während in der Schweiz für eine vergleichbare Zahl an Asylwerbern 130 Juristen zur Verfügung stünden, wären es in Österreich nur 50 – und diese haben oft nicht die nötige Kenntnis der Verhältnisse in den Herkunftsländern, betont Mühlberger. Die Caritas betreut in ihren 16 Quartieren 466 Personen. 400 weitere erhalten Sozialbetreuung.