Maria Dürnberger, Vorsitzende der kfb, Dr. Inge Loidl und Maria Fellinger-Hauer (von links nach rechts) bei der Präsentation des Buches „Gäbe es die Frauen nicht“. Das Buch mit den Porträts von 10 oberösterreichischen Frauen, die die Kirche prägten, kann bei der Kirchenzeitung bestellt werden.
Weltgebetstag der Frauen. Internationaler Frauentag. Die Messe „Frau 2005“ im Designcenter. Diese Woche stehen Frauen im Mittelpunkt.
Und überall dabei ist die Katholische Frauenbewegung (kfb). Nicht nur in vielen Pfarrgruppen, sondern auch in der diözesanen Leitung wird Hilfe, Gemeinschaft und Weiterbildung groß geschrieben. Für die Vorsitzende der kfb-Oberösterreich Maria Dürnberger ist es notwendig, weiter für eine gerechtere Welt zu kämpfen: „Frauen sind noch immer in vielen Bereichen benachteiligt. Die Frauenbewegung versucht für diese berechtigten Anliegen ein Bewusstsein zu schaffen, etwa bei den Lohnunterschieden zwischen Mann und Frau.“ Daher auch die vielen Veranstaltungen, das Angebot ist weit gefächert. Fixer Bestandteil sind die Bildungstage im Frühling. Seit über 30 Jahren wird in allen Dekanaten Oberösterreichs jedes Jahr ein Thema diskutiert. Heuer: „Starke Wurzeln neu entdecken“, die eigene Identität überdenken und kritisch zu hinterfragen.
Wichtige Wurzeln
Monika Kaltenbrunner, eine Referentin bei den Bildungstagen sieht drei Wurzeln der Identität: die Menschheitsgeschichte, die Familiengeschichte und die persönliche Geschichte. Für die Menschen in grauer Vorzeit war klar, dass Männer für die Nahrung und Frauen für den Nachwuchs sorgen. „Alles andere als Überleben war für den Großteil der Menschen Luxus.“ Kennzeichnend für die Geschichte der Frauen ist aber, dass in Friedenszeiten – wenn es nicht ums pure Überleben zu kämpfen galt – Frauen sich für ihre Gleichstellung einsetzten. Der internationale Frauentag erinnert etwa an den 8. März 1857: In New York schlossen sich 120 Textilarbeiterinnen in ihre Fabrikshalle ein, um den 10-Stunden-Tag zu erreichen. Die Halle wurde angezündet, – alle Arbeiterinnen kamen ums Leben.
Identität ist nie fertig
Das Leben wird aber auch geprägt von der eigenen Herkunft, von der Religion, von der Familie. Welcher Baum aus den starken Wurzeln wächst, hängt vom eigenen Leben ab. Die menschliche Persönlichkeit ändert sich ein Leben lang. „In einer sich ändernden Welt müssen wir immer wieder Anpassungen leisten“, Maria Dürnberger, selbst auch Referentin bei den Bildungstagen, ist stolz, dass auch heuer wieder 1.000 Frauen die Bildungstage nutzten.
Die Bildungstage der kfb finden noch bis 10. März in den Dekanaten statt. Die Messe „Frau 2005“ wird am 12. März im Linzer Designcenter veranstaltet. Nähere Informationen über Weltgebetstag und Frauentag: siehe KIZ Seite 24 und unterwww.kfb.at