Die Sakramentskapelle in Bad Ischl bietet Gemeinschaft und Besinnung
Ausgabe: 2005/13, Bad Ischl, Sakramentskapelle, Tourismusort, Hammerl
29.03.2005
- Christian Ortner
Vor neun Monaten wurde die Sakramentskapelle in Bad Ischl eingeweiht. Sie ist eine Oase der Stille im Tourismusort. Und schon steht der nächste Umbau in der Pfarre bevor.
„Am Anfang haben sich die Leute ein wenig schwer getan wegen dem Halbkreis“, sagt Pfarrer Josef Hammerl. Gemeint ist die in traditionellen Gotteshäusern eher unübliche Sitzordnung in dem zur Sakramentskapelle umgebauten ehemaligen Beichthaus. Inzwischen schätzen die Menschen in Bad Ischl die Anordnung der Sessel, „weil der Raum offener ist, die Gemeinschaft besser spürbar ist“, wie Hammerl erläutert. Schulklassen, Frauenliturgie, Loretto-Gebetskreis und einmal pro Woche Taizé-Gebet – die Gläubigen fühlen sich wohl in der modern gestalteten Kapelle. Es sind aber nicht nur Gruppen, die den Raum gerne für sich nutzen. Um dem alltäglichen Trubel in der Tourismusgemeinde zu entkommen oder einfach zur stillen Besinnung finden sich die Menschen unabhängig von Veranstaltungen in der Kapelle ein.
„Die Investitionen haben sich gelohnt“, meint Pfarrer Hammerl und hat gleich das nächste Bauprojekt für seine 8.000 Katholiken zählende Pfarre parat: Ein Teil des Pfarrheims, insbesondere der große Saal, soll restauriert und umgebaut werden. Das 1964 errichtete Gebäude enspreche bezüglich Technik, Heizung und Fluchtwegbestimmungen nicht mehr dem heute notwendigen Standard. Die Planung steckt allerdings noch in den Kinderschuhen, erst in gut einem Jahr soll mit dem Umbau begonnen werden. „Wenn möglich geschieht alles über die Sommermonate 2006“, hofft Hammerl.
Der Pfarrsaal hat eine zentrale Bedeutung für Bad Ischl. Viele Veranstaltungen wie Tanzkurse, Hochzeitsfeiern und Ausstellungen finden darin statt. Für das Foyer, das derzeit als Garderobe genutzt wird, könnte sich Hammerl die Einrichtung eines literarischen Cafés vorstellen.