„Gott ist nicht nur innerlich nahe. Er ermöglicht es auch, dass wir ihm sichtbar und erlebbar begegnen“, sagte Bischof Maximilian Aichern in der Predigt zur Osternacht im Neuen Dom: „In unüberbietbarer Weise war Gott in Jesus Christus in unserer Welt erlebbar. Er war sichtbar, angreifbar – im doppelten Sinne des Wortes. Er hat Menschen umarmt, geheilt, getröstet und gestärkt. Er hat uns im Kleinen und Großen zum Zeichen seiner bleibenden Anwesenheit in dieser Welt gemacht.“ Der Bischof erinnerte ins einer Predigt an die Botschaft von Papst Johannes Paul II., der vom Krankenbett aus schrieb: „Der Osterglaube soll die Christen nicht nur heiliger und leidenschaftlicher in ihrem Einsatz machen, sondern auch fröhlicher.“ Am Ostersonntag betonte der Bischof, dass der Osterglaube neues Licht in das Denken und Leben der Menschen bringt. Der Glaube sei das wichtigste Geschenk des Festes: „Wir können auf einmal durch die Gräber hindurchschauen, können hinter Katastrophen, hinter Leiden und Sterben die Liebe und die Macht Gottes erblicken.“ Das zweite, das Ostern bewirkt ist die Bewegung, so Bischof Aichern: „Ostern gibt Kraft zu neuem Aufbruch. Maria Magdalena läuft schnell zu den Jüngern. Auch diese setzt die Botschaft in Bewegung.“