Fast 3,2 Millionen Euro ersangen die oberösterreichischen Sternsinger zum Jahreswechsel 2004/2005. Um unglaubliche 693.000 Euro mehr als im Jahr davor. Das Sensationsergebnis ist auch eine Folge der Tsunami-Katastrophe.
Die 16.000 Könige und Königinnen aus Oberösterreich können sich über eine Steigerung von 28 Prozent freuen. Genau 3,172 Millionen Euro sammelten sie an den Wohnungstüren ihres Bundeslandes. Sie trugen damit den größten Brocken von allen Diözesen zu dem österreichweiten Ergebnis von 15,43 Millionen Euro bei (plus 23 Prozent). In der Steiermark wurde 2,78 Millionen und in der Erzdiözese Wien 2,34 Millionen Euro gespendet. Als die Nachrichten aus dem Katastrophengebiet von Tag zu Tag schrecklicher wurden, hat die Dreikönigsaktion rasch und unbürokratisch reagiert und die betroffene Region zu einem Schwerpunkt der Hilfe gemacht. Bereits in der ersten Jännerwoche konnten 100.000 Euro überwiesen werden. Vorerst sind einmal 2 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte in den Tsunami-Ländern verplant. Da die Dreikönigsaktion seit Jahren verschiedene Projekte in Indien und Sri Lanka unterstützt, kann sie mit verlässlichen Partnern vor Ort zusammenarbeiten und garantieren, dass die Hilfsgelder sinnvoll eingesetzt werden, so Christoph Gleirscher, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar. Er macht auf eine – nur auf den ersten Blick – widersprüchliche Situation aufmerksam: „Es ist zu viel Geld da, um es kurzfristig innerhalb weniger Monate umzusetzen. Die Not ist aber so groß, dass wir noch jahrelang den Flutopfern helfen müssen.“ Die Dreikönigsaktion achtet auch darauf, dass sie mit ihrer Hilfe zu neuen gerechten Verhältnissen beiträgt.
Die Spitzenreiter 1. Die Sternsinger der Pfarre Rohrbach sammelten 32.693,20 Euro¤ 2. Linz-Dompfarre: 29.022,96¤Euro 3. Pfarre Vöcklabruck: 28.330,58 Euro 4. Pfarre Windischgarsten: 26.058,38 Euro ¤5. Pfarre Gmunden: 25.527,40
Ein Großteil der Steigerungen in den Pfarren der Diözese bewegt sich im Bereich von 25 bis 35 Prozent.