Im Zuge einer umfassenden Renovierung und eines Zubaus haben die Elisabethinen eine Palliativstation eingerichtet.
„Der Grenzbereich des Lebens, die Diagnose der Unheilbarkeit ist für ein konfessionelles Krankenhaus von besonderer Bedeutung“, sagt Dr. Franz Harnoncourt, der ärztliche Leiter des Krankenhauses, bei der Eröfffnung der Palliativstation. Das Palliativteam des Spitals hat bisher rund hundert Patienten jährlich betreut. Mit einer eigenen Station bekommt das Team die Möglichkeit einer noch besseren Begleitung von unheilbar kranken und sterbenden Menschen. „Die körperliche Seite ist oft das einfachere Problem“, sagt der Leiter der Palliativstation OA Bernhard Reiter: „Die geistliche, spirituelle und geistige Not von Patienten zwingt uns oft in die Knie.“ In einem Festakt wurde der generalsanierte B-Trakt des Krankenhauses und der neue D-Trakt eingeweiht. Alle Krankenzimmer sind nun mit Nasszellen versehen und Behandlungsräume wurden erweitert. Das Projekt kostete dreißig Millionen Euro. Von der öffentlichen Hand kamen 27 Millionen Euro, drei Millionen Euro – zehn Prozent der Investitionssumme – musste der Orden der Elisabethinen aus eigenen Mitteln aufbringen. Der Einsatz der Finanzen der Ordensgemeinschaft ist selbstverständliche Tradition, so Harnoncurt: „Die Verantwortung für das Gemeinwohl gehört zur Identität der Schwestern.“