Das STUWE-Team: Christine Schierz, der frisch gebackene Jugendvertreter Sebastian Faschinger, Stephan Haigermoser und Joe Putz (v. l. n. r.).
Im Vergleich mit anderen ist das STUWE im Zentrum von Linz die „Grande Dame“ der Jugendzentren. Seit 1946 bietet es Jugendlichen Raum zum Feiern, Musizieren und Ideen-Verwirklichen.
„Nimm dein Instrument, komm hierher, steck ein und spiel!“ Wer dieser Einladung von Jugendleiter Joe Putz folgt und beispielsweise auf türkisch-kurdische Jugendliche trifft, mit denen dann experimentelle Musik gemacht wird, der ist bei der „Jam-Session“ im Linzer Jugendzentrum STUWE gelandet. Für dieses kreative Projekt, das ab 17. November einmal im Monat stattfinden wird, hat das älteste Jugendzentrum Oberösterreichs soeben einen Anerkennungspreis von 300 Euro von der Stadt Linz erhalten.
Spielen und chillen. Musik spielt also im STUWE eine große Rolle. In den Proberäumen üben verschiedene Musikgruppen, auch eine Ladies-Band bringt die Wände zum Wackeln. Aber Musik ist nicht alles. „Die Jugendlichen kommen meist nach der Schule und wollen einfach einmal ausspannen und chillen“, weiß Stephan Haigermoser, der gemeinsam mit Christine Schierz und Joe Putz das STUWE leitet. Dafür ist ebenso Platz wie für spirituelle Angebote. „Die Leute sollen bereichert sein, wenn sie aus dem STUWE hinausgehen“, erklärt Putz den pädagogischen Ansatz. Ausgegangen wird von einem Jahresschwerpunkt, der mit den Jugendlichen gemeinsam festgelegt wird. Dieses Jahr steht unter dem Motto „berührt“. Es geht unter anderem darum, die Jugendlichen im Ausleben von Emotionen aller Art zu stärken. Von November bis Weihnachten dienen dazu die Geschichten-Nachmittage: Ausgehend von einem literarischen Kurztext erzählen Jugendliche Geschichten, die sie berühren. Haigermoser: „Auch Nicht-Religiöse sind an den Themen interessiert. Sie müssen nicht mitmachen, aber genau diese Freiheit macht es aus, dass sie sich darauf einlassen.“