Nach dem Blutbad vor über einer Woche mit 18 Toten im Zentralgefängnis von Honduras übt die Kirche des mittelamerikanischen Landes Kritik an den Behörden. Der für die Gefängnispastoral zuständige Bischof Angel Garachana Perez forderte vom Staat eine „Garantie der Sicherheit der Gefangenen“ sowie die „dringende Verabschiedung und Umsetzung der Reform im Strafvollzug“. Politisches Desinteresse, lasche Gefängnisaufsicht, Straflosigkeit und Korruption seien für die Zustände verantwortlich. 18 Häftlinge waren nach Kämpfen untereinander im Gefängnis von Tamara nahe der Hauptstadt Tegucigalpa tot aufgefunden worden.