Viele Menschen betrachten die Brennnessel immer noch als ein lästiges Unkraut – dabei gibt es kaum eine Pflanze, die sich so vielseitig anwenden lässt. So kann die Brennnessel zum Beispiel wahre Wunder für den Verdauungsapparat bewirken: Brennnesseltee hilft gegen Rheuma und Gicht und reinigt den Körper. Brennnesselpulver, das man aus grebeltem getrocknetem Kraut unter Zugabe gemahlener Samen herstellen kann, ist gut für Blase und Nieren und stärkt das Immunsystem. Brennnesselsamen bilden,aufgestreut auf ein Butterbrot, übrigens auch einen erfrischenden Brotbelag. Als Haarwuchsmittel eignet sich eine Brennnesseltinktur, für die man eine Handvoll klein geschnittener Brennnesselwurzeln in einem Liter Alkohol oder Weinessig für drei Wochen ansetzt. In die Kopfhaut einmassiert, fördert dieses Mittel den Haarwuchs und hilft gegen Schuppen. Aber auch wohlschmeckende und überaus gesunde Speisen lassen sich mit Brennnesselnherstellen – Saucen, Suppen, Salate und sogar Brennnesselnudeln: Dazu vermischt man ein Ei, zwei Teelöffel Salz, zwei Esslöffel Olivenöl, 3/8 Liter Milch und 500 Gramm Weizenvollmehl mit überbrühten Brennnesselblättern und Kräutern zu einem Teig, den man durch ein Spätzlesieb ins kochende Wasser streicht oder aus dem man Nockerl formen kann.