Die 25. Sommerakademie des Friedensforschungsinstitutes Schlaining wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst beschlossen. Dabei forderte der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld die Kirchen und Christ/innen auf, Anwälte der Armen zu sein. Dabei sollten sie mit anderen Organisationen an einem Strang ziehen, vor allem dort, „wo es darum geht, Armut zu bekämpfen, die Macht der Konzerne in die Schranken zu weisen und sich für die Würde des Menschen einzusetzen“.
Menschenrecht Wasser
Der Zugang zu Trinkwasser ist nach den Worten von Papst Benedikt ein „universales und unveräußerliches Menschenrecht“. In seiner Botschaft zur Expo 2008 in Japan kritisierte der Papst, dass das Allgemeingut Wasser immer mehr zu einem wirtschaftlichen Handelsgut würde.
Nachtwächterstaat
Der Abt von Heiligenkreuz, G. Henckel-Donnersmarck, hat in einem profil-Interview die Politik aufgefordert, die Globalisierung nach den Prinzipien der Solidarität und Subsidiarität (Beachtung der kleinen Einheiten) zu gestalten. Die katholische Soziallehre will keinen „Nachtwächterstaat, der sich um die Wirtschaft nicht kümmert“, betonte der Abt. Eine sich selbst überlassene Wirtschaft stehe in Gefahr, „unsozial und verantwortungslos gegenüber der Schöpfung zu werden“.
Aufforderung
Die Arbeiterkammer forderte Wirtschaftsminister Bartenstein auf, angesichts der hohen Inflationsrate tätig zu werden. Ein Drittel der Preissteigerungen sei „hausgemacht“.