Ausgabe: 2008/34, Peter Nwankwo, Aktion Stolpersteine, NS, Widerstand
20.08.2008
Seine Diözese vergibt Kredite
Dr. Peter Nwankwo ist nigerianischer Priester, der von 2000 bis 2006 in der Diözese Linz lebte. In diesen Jahren wohnte und wirkte er als Priester im Stift Wilhering, in Vöcklamarkt, in Gutau und in Hörsching. Nach dem Doktoratsstudium der Caritaswissenschaften begann Nwankwo seine neuen Kenntnisse in seiner Heimatdiözese Awka gleich in die Tat umzusetzen. So hat er ein Programm gegen die hohe Arbeitslosigkeit initiiert. Damit sie finanziell auf eigenen Beinen stehen können, will er den Menschen mit Mikrokrediten das nötige Startkapital geben. Das Vorhaben soll im Oktober dieses Jahres starten.Dr. Peter Nwankwo ist wieder für ein Monat nach Österreich zurückgekehrt, um alte Freunde zu treffen und um sich zu erholen. Am Dienstag, den 26. August, berichtet er über die Mikrokredite und weitere Projekte seiner Diözese. Beginn des Vortrags ist um 19.30 Uhr im Pfarrsaal Hörsching.
NS-Opfer sichtbar machen
Die Aktion Stolpersteine, die nach einer Idee des deutschen Künstlers Gunter Demnig an Opfer des Naziregimes erinnert, wurde nach Salzburg und Braunau nun auch in Wels verwirklicht. Die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) hat am Mitte August an vier Welser Orten insgesamt sechs Stolpersteine verlegt.Mit Messingblech überzogene Pflastersteine wurden vor den letzten Wohnsitzen der NS-Opfer eingesetzt. Auf den Stolpersteinen sind die Daten der Menschen eingraviert: Name, Geburtsjahr, Datum der Ermordung oder der Deportation in ein Vernichtungslager. Beim Lesen der kleinen Denkmäler verbeugt man sich gleichsam vor den NS-Opfern. Einer der Stein erinnert an den katholischen Widerstandskämpfer Pater Paulus Wörndl, der in der Stefan-Fadinger-Straße 7 wohnte und als Pfarrer in St. Pölten wirkte. Wörndl kam 1943 wegen eines regimekritischen Briefes an einen Soldaten in Gestapo-Haft und wurde zum Tode verurteilt. 1944 wurde er in Brandenburg hingerichtet. Nach Wörndl ist auch eine Straße in Wels benannt.