Der Fettanteil im Joghurt. Der Alkohol im Bier. Das Gold im Ring. Zucker im Blut. Von außen sieht man nicht, was drinnen ist. Deshalb werden die Anteile an wertvollen Stoffen oder Problemstoffen – je nachdem – gemessen und etikettiert – damit man weiß, woran man ist. Wie viel Glaube ist in der Kirche? Schwer zu sagen – aber darauf kommt es an. Die Kirche bezieht ihre Glaubwürdigkeit nicht aus ihrem äußeren Anschein, nicht aus tollen Aktionen, auch nicht aus der Vielfalt ihrer Angebote, sondern aus dem Glauben, der den Glaubenden eigen ist. Wenn die Diözese Linz mit ihrem Projekt „glaubenswert“ gerade die Aktiven einlädt, ihren Glauben zur Sprache zu bringen, so ist dies wie eine Feuerprobe. Es ist wie eine Vergewisserung auf das „Warum“ des Tuns. Da geht es nicht um originelle Aktionen, sondern um das Grundmotiv selbst. Bei vielem, was heute öffentlich geschieht, ist der Erfolg das Ziel. Was sich nicht rechnet, geschieht auch nicht. Kirche hat ihre Kraft oft in den Zeiten des Misserfolges gezeigt – weil sie sich selbst begründet wusste von einem, der Opfer wurde. Auf die Inhaltsstoffe kommt es an. Bei der Kirche ist es das Maß von Glaube, Hoffnung und Liebe, das in den Herzen der Gläubigen wohnt.