Ausgabe: 2008/38, Möglichkeit, Teilen, Kopf der Woche, Adolf Trawöger, MIVA, Missionsverkehrs-Arbeitsgemeinschaft, Josef Ahammer, Ploier
17.09.2008
- Hans Baumgartner
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Nächstes Jahr wird die MIVA 60 Jahre alt. Und sie feiert mit einem „jungen“ Präsidenten. Nach 31 Jahren übergibt Josef Ahammer den Stab an Adi (Adolf) Trawöger.
Das Kuratorium der MIVA (Missionsverkehrs-Arbeitsgemeinschaft) hat den Rektor des Bildungshauses Puchberg (Wels), Adi Trawöger, zum neuen Präsidenten nominiert. Nach 44 Jahren im MIVA-Vorstand und 31 Jahren als Präsident wird der langjährige Linzer Generalvikar Josef Ahammer zum Jahreswechsel den Stab an Trawöger weitergeben. Wichtige Weichenstellungen für die Zukunft, wie das zunehmende Engagement der MIVA im Bereich ökologischer Technologie, hat Ahammer noch eingeleitet.
Auf die Frage, wie man denn MIVA-Präsident wird, meinte Trawöger: „Weil man halt gefragt wird. Und“, so fügt er hinzu, „indem das für mich auch eine Möglichkeit ist, mit den armen und benachteiligten Menschen des Südens zu teilen. Es ist gut, wenn auch wir Priester mehr über den eigenen Tellerrand hinausschauen und nicht nur die Menschen bei uns mit ihren Sorgen und Freuden wahrnehmen.“ In seiner ehrenamtlichen Arbeit für die MIVA sieht Trawöger aber auch eine Möglichkeit, das Erbe des langjährigen Direktors von Puchberg, Eduard Ploier, fortzuführen. Dieser war zusammen mit dem späteren Weih- und Erzbischof Alois Wagner einer der Pioniere der kirchlichen „Dritte-Welt“-Arbeit. Trawöger wurde 1960 in Laakirchen geboren. Nach seiner HAK-Matura trat er ins Linzer Priesterseminar ein. Während seiner Studienjahre in Rom und Innsbruck lernte er viele Kollegen aus Afrika und Asien kennen und schätzen. Mit Wagner besuchte er Länder in Ostafrika.
Dr. Adolf Trawöger: „Als Ministrant und Jungscharbub bin ich für die MIVA Sternsingen gegangen. Und als ich jetzt gefragt wurde, dachte ich: Geld habe ich nicht viel, aber ich kann – wieder – ein Stück meiner Zeit, meiner Möglichkeiten und Talente für diese gute Sache einsetzen.“