Am 5. Europäischen Sozialforum in Malmö vom 17. bis 21. September mit bis zu 20.000 Teilnehmer/innen nahmen auch 40 engagierte Österreicher/innen teil. Unter ihnen war auch ein Gruppe kirchlicher Leute.
Heinz Mittermayr von der Katholischen Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB) Oberösterreich ist seit dem Sozialforum 2002 in Florenz bei diesen internationalen Treffen dabei. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung: Eine andere Welt ist möglich! Es hat sich seit 2002 tatsächlich auch einiges verändert: Die Vernetzung zwischen den verschiedenen Bereichen ist gestärkt und die Blickwinkel haben sich erweitert, sagt Mittermayr. Nichts ist isoliert zu sehen und nichts isoliert anzugehen. Ob Arbeitswelt, Migration, Umwelt – alles hängt zusammen. Was diese Vernetzung betrifft, ist Oberösterreich schon fortgeschritten. Kirchliche, gewerkschaftliche, kulturelle und politische Gruppen kooperieren immer wieder und denken bei Veranstaltungen über eine andere, eine solidarische Zukunft nach. So werden auch 2009 wieder „Gegentöne“ zu erleben sein. Das haben sich die Malmö-Teilnehmer/ -innen fest vorgenommen.
Austausch und Begegnung. Malmö war fünf Tage lang ein Marktplatz des Austausches und der Begegnung. In den verschiedensten Foren wurde über Alternativen diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht. Zu Arbeitswelt, Demokratie, Entwicklungszusammenarbeit, Umwelt, soziales Europa ... Für Maria Steiner von der Katholischen Jugend Oberösterreich waren diese Begegnungen ganz besondere Erfahrungen: Dass sich so viele engagierte Menschen zusammentun, nicht mit dem Anspruch, dasselbe zu denken, sondern um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Haus mit Fenstern. Heinz Mittermayr wünscht sich ein Haus Europa mit Fenstern, durch die wir die steigende Ungerechtigkeit in allen Ländern der EU und weltweit sehen. Und Malmö zeigte: Dieser Wunsch ist eingebettet in ähnlichen Wünschen so vieler Menschen. „Denn an allen Ecken und Enden gibt es Leute, die aufstehen und sich engagieren, die mit Leib und Seele an den verschiedensten Themen dran sind.“