Oberösterreichischer Priester legte den „Grundstein“
Ausgabe: 2008/47, Grundstein, Geburtshelfer, neue Diözese, Kayanga, Hans Humer, Tansania, Almachius Vincent Rweyongeza,
19.11.2008
Am 6. November war Bischofsweihe in Kayanga. Dass es diese Diözese im Nord-westen Tansanias überhaupt gibt, dazu trug der oberösterreichische Diözesanpriester Hans Humer wesentlich bei.
Seit dem Jahr 1999 wirkt der aus Heiligenberg in Oberösterreich stammende Weltpriester Mag. Hans Humer in Tansania. In der Diözese Rulenge war er seither vor allem in der Jugendarbeit tätig. Gute Erfahrungen hat Humer mit der Seelsorge in vielen kleinen christlichen Gemeinschaften gemacht, die im Wesentlichen auch für sich selbst Sorge tragen – eine Erfahrung, die er auch für Europa bedeutsam sieht. Das Leben in der ursprünglichen Außenstelle Kayanga entwickelte sich so gut, dass zunächst eine eigenständige Pfarre errichtet wurde. Am 1. November 2008 wurde nun die unter Leitung von Hans Humer gebaute Kirche geweiht. In den Altar wurde eine Reliquie von Franz Jägerstätter eingesetzt, um so die Verbindung mit der Kirche Österreichs zum Ausdruck zu bringen. Jetzt wurde Kayanga sogar Bischofsstadt der jüngsten afrikanischen Diözese. Am 6. November wurde Almachius Vincent Rweyongeza zum ersten Bischof der jungen Diözese geweiht. Er leitet das 8000 Quadratkilometer große Bistum mit nur 25 Priestern. Was das Ereignis den Menschen bedeutet, zeigte die große Teilnahme. 25.000 Menschen feierten – trotz mühsamer Anreise auf schlechten Wegen – das Fest der Diözesangründung mit.