Mehr als eine Million Menschen müssen in indischen Steinbrüchen für Pflastersteine oder Grabsteine unter fatalen Arbeitsbedingungen schuften. Viele dieser Produkte würden dann billig auch in Österreich angeboten. Dagegen macht nun das Team der Entwicklungs-Agentur Südwind mobil, das sich im Oktober vor Ort ein Bild von der Situation in den Steinbrüchen machte. Fazit: Die Lebenserwartung der Arbeiter liege bei 40 Jahren. Verantwortlich dafür seien die schwere Arbeit, das Fehlen von Schutzbekleidung sowie zahlreiche Unfälle. Die wenigsten Arbeiter hätten schriftliche Verträge, fast alle würden ihren Unterhalt von täglich rund einem Euro als Taglöhner verdienen. Besonders schlimm sei die Situation für die vielen Frauen und Kinder. Ein weiteres Problem ist die Schuldknechtschaft. Viele Arbeitgeber würden den Arbeitern Geld zu hohen Zinsen leihen, was diese in lebenslange Abhängigkeit bringe, da sie das Geld niemals zurückzahlen könnten. Die deutsche Organisation „Xertifix“ versucht seit drei Jahren die Lage in Indiens Steinbrüchen zu verbessern. Über „Xertifix“ importierte Steine sind aus fairen Arbeitsbedingungen.