Unter Vorsitz von Abtpr?ses Wolfgang Wiedermann ( Abt von Stift Zwettl ) wurde ein Administrator gew?hlt. Bei der Vorwahl am Montagabend wurde beschlossen das ein Administrator vor drei Jahren und kein Abt gew?hlt wird. Der neue Administrator ist P.
Mit einer Überraschung endete die Abt-wahl: Die Mönche wählten keinen Abt, sondern machten P. Martin Spernbauer zum Administrator, also zum Klostervorsteher für eine zeitlich begrenzte Übergangszeit.
Als Krise möchte P. Martin, der neue Leiter des Zisterzienserstiftes Schlierbach, die Tatsache nicht bezeichnen, dass die 20 Mönche am 18. November 2008 keinen Abt gewählt haben: „Aber es spricht von personeller Not.“ Da ein Kloster nicht führungslos sein kann, bestellten ihn seine Mitbrüder zum Administrator. Er hat dieselben Befugnisse wie ein Abt, doch ist er zeitlich befristet für bis zu maximal drei Jahre gewählt. Warum er nicht für die Funktion des Abtes zur Verfügung gestanden ist, erklärt P. Martin mit seiner Aufgabe als Direktor des Stiftsgymnasiums, sagt aber auch: „Wenn ich ein Visionär wäre, hätte ich mich als Kandidat zur Verfügung gestellt, aber das bin ich nicht.“
Herausforderung Landesausstellung. Obwohl nicht „Visionär“, hat er dennoch eine klare Vorstellung von den Aufgaben, die er anpacken möchte: Der im Februar 2008 begonnene Gesprächsprozess, bei dem die Mönche über ihre Zukunft als Gemeinschaft beraten, wird weitergehen. „Dieser Prozess hat Vorrang.“ Unter den älteren Mitbrüdern möchte der Administrator den Zusammenhalt und die Zufriedenheit stärken. „Eine sorgfältige Information über die Vorgänge im Stift, ist dabei besonders wichtig.“
Landesausstellung 2009. Eine der Herausforderungen ist die Landesausstellung 2009. Das Stift wird die Schau beherbergen und Scharen von Besucher/innen anziehen. „Das ist für uns eine große Herausforderung und wir möchten uns natürlich ansprechend präsentieren“, so P. Martin. Zur Mönchsgemeinschaft gehören auch junge Mitbrüder aus dem Osten Europas. „Da möchte ich mich bemühen, sie gut in die Gemeinschaft zu integrieren“, betont der Administrator. Nichts Spektakuläres habe er sich vorgenommen, er will kleine Schritte tun und beitragen, dass ein guter Weg für die Zukunft des Klosters möglich wird, so P. Martin.