Kopf der Woche: Bruno Holzhammer, KABÖ-Vorsitzender
Ausgabe: 2008/48, Bruno Holzhammer, KAB, Kopf der Woche, KABÖ-Vorsitzender, Katholische Sozialakademie, Leben, Glaube,
26.11.2008
- Hans Baumgartner
50 Jahre Katholische Sozialakademie, fünf Jahre Sozialwort der Kirchen: Der Vorsitzende der KAB Österreich, Bruno Holzhammer, gratuliert – mit Wort und Tat.
Während unseres Gesprächs liegt das Sozialwort der Kirchen auf den Knien von Bruno Holzhammer. Und man glaubt ihm, dass dieses Buch für sein soziales Handeln und Denken ein wichtiger Anstoß und Kompass ist. „Es ist schon ziemlich zerfleddert“, meint er lachend. „Aber es ist auch nach fünf Jahren immer noch brisant und aktuell.“ Bei der Erstellung des Sozialwortes hat sich die Katholische Arbeitnehmer/innen-Bewegung (KAB) mit fast 100 Eingaben stark beteiligt. „Deshalb greifen wir auch immer wieder bei unseren Veranstaltungen, bei unseren Kampagnen und unseren Stellungnahmen auf das Sozialwort zurück“, betont Holzhammer. Mit dem Sozialwort verbindet er die bundesweiten Aktionen „Gute Arbeit“, „Stellenwert“ (zu Arbeit und Jugend) und „fair statt prekär“, aber auch die Propagierung des Global Marshallplans. „Die Globalisierung braucht eine soziale Dimension“, zitiert Holzhammer das Sozialwort. In seiner Heimat Tirol hat die KAB in allen Bezirken Veranstaltungen zum Marshallplan durchgeführt.
Leben und Glaube. Seit 40 Jahren ist der Tischlermeister Holzhammer (70) KAB-Mitglied. Zwölf Jahre war er Diözesanvorsitzender, seit acht Jahren ist er Bundesvorsitzender. An der KAB begeistert ihn die Verbindung von Leben und Glauben. Das KAB-Motto „von der Bewusstseins- und Gesinnungsänderung zu Strukturveränderungen“ verbindet ihn auch seit vielen Jahren mit der Katholischen Sozialakademie.
Bruno Holzhammer: „In den KAB-Runden gehen wir immer vom konkreten Leben aus. Und wir schauen dann, was aus dem Blick des Evangeliums Not-wendend ist, wo ungerechte Strukturen das Leben einschnüren und was wir dagegen tun können.“