Zusammen mit dem Salzburger Erzbischof Dr. Alois Kothgasser hielt Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz am vergangenen Wochenende Konsultation mit wichtigen Stellen im Vatikan.
In einem ausführlichen Gespräch wurden zunächst mit dem vatikanischen Kardinal-Staatssekretär Tarcisio Bertone das neue Taufrituale der katholischen Kirche und seine Anwendung in der Praxis besprochen. An dieser nach dem Papst höchsten vatikanischen Stelle konnte Bischof Ludwig Schwarz oft geäußerte Sorgen und Nöte, etwa im Zusammenhang mit dem Priestermangel, vorbringen. Ebenso brachte Bischof Schwarz an ihn herangetragene Anliegen von Priestern ohne Amt (laisierte Priester) zur Sprache. All diese Anliegen wurden in einem, wie Bischof Schwarz betont, verständnisvollen und aufgeschlossenen Klima besprochen.
Noch kein Weihbischof. Was die Ernennung eines Weihbischofs für die Diözese Linz betrifft, wurde Bischof Schwarz im zuständigen Dikasterium mitgeteilt, der Papst hätte noch nicht entschieden. Man müsse sich noch gedulden. Über mögliche Namen konnte sich Bischof Ludwig Schwarz wegen der Verpflichtung zur Geheimhaltung nicht äußern.
Seligsprechungsprozess Rudigier. In der Kongregation für Selig- und Heiligsprechungen brachte Bischof Schwarz die Causa einer Seligsprechung des Linzer Bischofs Franz Joseph Rudigier (1811 bis 1884) zur Sprache. Ende Jänner 2009 werde eine wichtige Sitzung über die Anerkennung eines Wunders stattfinden. Fachleute, Kardinäle und Bischöfe würden darüber entscheiden. Mit der Anerkennung eines Wunders wäre ein wichtiger Schritt zur Seligsprechung vollzogen.