Was verbindet Graz mit Rosario in Argentinien oder Korogocho in Kenia? Die Menschenrechte – und Gernot Lercher, der darüber einen ORF-Film gemacht hat.
Er berichtete vom Gipfel des Kilimanjaro, begleitete Wolfgang Fasching während der härtesten Radtour quer durch die USA und drehte auf einem US-amerikanischen Kriegsschiff im Persischen Golf. „Mein wichtigster Film bei all den spektakulären Dingen, die ich bisher gemacht habe, ist jener über die Menschenrechtsstädte“, sagt Gernot Lercher. Er zeigt an vier sehr unterschiedlichen Beispielen den Einsatz lokaler Gruppen für die Durchsetzung der Menschenrechte. „Und ich hoffe“, so Lercher, „es gelingt mir, mit diesem Film deutlich zu machen, dass das Engagement für die Menschenrechte überall notwendig ist und quasi vor der eigenen Haustüre beginnt.“ Besonders tief beeindruckt haben Lercher die Menschenrechtsaktivist/innen im Slum von Korogocho (Kenia). Sie zeigen, dass auch inmitten von Elend und Kriminalität Leute aufstehen, um für mehr Menschlichkeit zu kämpfen.
Traumjob. Schon mit zwölf Jahren wollte der Langzeitministrant Lercher ORF-Reporter werden. Mit 20 schaffte er den Sprung ins Landesstudio Steiermark. Seit einigen Jahren ist er dort vor allem als Dokumentarfilmer tätig. Als der ORF für die Weihnachtszeit eine Doku suchte, schlug er einen Film über die Sternsinger vor – über die, die von Haus zu Haus gehen, und über jene, denen mit dem Geld dann geholfen wird. Derzeit stellt er nach Dreharbeiten in Äthiopien gerade den fünften Sternsingerfilm fertig (1. 1. um 17.05).
- Menschenrechtsstädte: 7. 12., ORF 2, 15.30 Uhr
Gernot Lercher: „Ich glaube, ich könnte das nicht, für einige Jahre in einem Slum in Afrika Entwicklungsarbeit machen. Ich hoffe aber, dass ich durch meine Filme einen Beitrag leisten kann, dass sich mehr Leute für Entwicklungszusammenarbeit interessieren.“