Gerade in Zeiten, die von Krieg geprägt seien sowie vom „betrüblichen Willen, die Unterschiede zu betonen und Auseinandersetzungen zu schüren“, sei es wichtig, allen Menschen mit neuem Eifer die gute Nachricht der Bibel zu überbringen, heißt es in einem Brief des Papstes an den Chef der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Fernando Filoni, von diesem Sonntag. Durch den Gebetsmonat solle das „Bewusstsein der missio ad gentes“ gestärkt werden und neuer Schwung in die „missionarische Umgestaltung des Lebens und der Seelsorge“ kommen. Die Verkündigung des Glaubens gegenüber allen, die Christus fern sind, sei nicht nur „erste Aufgabe der Kirche“, sondern auch ihre „größte Herausforderung“, so der Papst. Der außerordentliche Monat für die Weltmission 2019 steht in der Tradition des Apostolischen Schreibens „Maximum illud“. Mit der Terminwahl im Herbst 2019 verweist Franziskus auf die Veröffentlichung des Papstschreibens zur Missionierung 100 Jahre zuvor: In dem Dokument vom 30. November 1919 legte Papst Benedikt XV. (1914–1922) Eckpunkte der Missionsarbeit dar. Dabei forderte er etwa Respekt vor anderen Kulturen und grenzte die kirchliche Verkündigung von kolonialen Bestrebungen ab. Das Anliegen von damals sei von bleibender Aktualität und mehr Einsatz für die Mission unaufschiebbar, so Franziskus.