Um zu erfahren, wie ein Regenbogen aufgebaut ist, musst du erst das Sonnenlicht verstehen. Dieses hat nämlich nicht nur eine Farbe, sondern ist aus vielen verschiedenen Farben zusammengesetzt, die zusammen erst den Eindruck von „Weiß“ im Gehirn hervorrufen.
Seit der Zeit des Physikers Isaac Newton wissen wir, dass weißes Licht nur dem Auge als solches erscheint. Newton konnte mit einem Prisma – das ist ein speziell geschliffener Glaskörper – zeigen, dass das weiße Sonnenlicht in Wirklichkeit aus rotem, grünem und blauem Licht zusammengesetzt ist.
Ein Regenbogen entsteht, wenn bei Regen die Sonne scheint und diese tiefer steht als die Regenwolken. Steht die Sonne im Rücken des Betrachters, wird der Regenbogen auf der gegenüberliegenden Regenwolke sichtbar und zeigt sich in allen Farben des Spektrums, von außen Rot, Gelb, Grün, Blau bis innen Violett. Zuweilen kann man noch einen zweiten Bogen beobachten, der dann aber wesentlich schwächer leuchtet.
Regenbögen entstehen durch Brechung des Sonnenlichtes an der Grenze zwischen Luft und Regentropfen und durch Reflexion im Inneren des Tropfens. Dabei ist die Größe des Tropfens entscheidend für die Größe des Bogens und dessen Leuchtkraft.
Deshalb lassen sich die schönsten Regenbögen bei starkem Regen oder heftigen Gewittern beobachten und nicht bei Nieselregen. Es müssen kleine Wassertropfen in der Luft sein und gleichzeitig muss Licht durch sie hindurchscheinen.
Regenbögen kannst du auch bei Wasserfällen beobachten oder wenn du mit dem Gartenschlauch im Sommer spielst. Dann übernehmen die kleinen Wassertropfen die Rolle des Prismas von Newton.