Nur zur Christmette und am Christtag wird der Weihnachtsornat verwendet. So ist es Tradition im Stift Schlägl.Das Messkleid (im Bild ein Detail) mit reichen Goldstickereien und Nadelmalereien wurde im 19. Jahrhundert in Wien angefertigt. Foto: Stift Schlägl
ORF2 und ZDF werden am 25. Dezember 2008 das Weihnachtspontifikalamt aus der Stiftskirche Schlägl live von 10.45 Uhr bis 11.55 Uhr übertragen. Daran schließt sich aus Rom der Segen des Papstes, „Urbi et orbi“, an.
Ausgehend vom Prolog des Johannesevangeliums, der mehrmals das Motiv des Lichts aufgreift und am Christtag als Evangelium verkündet wird, wird Abt Martin Felhofer bei der Predigt des „Fernseh-“Hochamts das Weihnachtsfest von der Symbolik des Lichtes her deuten. Den KIZ-Lesern gibt der Abt schon einen Einblick in die Predigt und macht neugierig auf mehr: Bei der Uraufführung von Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ geriet die Passage der „Erschaffung des Lichts“ zur Sensation. Als begeisterter Applaus aufbrandete, soll der Künstler mit der Hand nach oben gewiesen haben. Dem oben im Himmel gebührt die Ehre und von ihm kommt alles Licht, wollte er damit sagen. „Weihnachten ist der Lichteinfall Gottes, ich wünsche, dass alle Menschen die Kraft und Freude, die von diesem Licht ausgeht, erfahren“, sagt der Abt.
Kirchenmusik. Die Brücke zu Haydn bildet die musikalische Gestaltung des Hochamts, die in Händen von Stiftskapellmeister Rupert Gottfried Frieberger liegt. Er dirigiert den Stiftschor Cantoria Plagensis und das Stiftsorchester. Unter anderem kommt beim Weihnachtshochamt die „Nicolaimesse“ von Joseph Haydn zur Aufführung und zum Offertorium von Josef Schnabel „Transeamus usque Bethlehem“.