- Neue Mission. Als „sehr lebendig“ hat der Apostolische Nuntius, Erzbischof Edmond Farhat, das religiöse Leben in Österreich bezeichnet. Dennoch sei auch in Österreich, so wie in ganz Europa, einen neue Mission notwendig – sowohl auf der Ebene des Glaubenswissens als auch des gelebten Zeugnisses. In einem Radio-Interview zog Farhat eine sehr positive Bilanz seiner drei Amtsjahre in Wien, deren Höhepunkt der Papstbesuch im September 2007 war.
- Langsame Revolution. Das Christentum ist zu einer „friedlichen Revolution“ fähig, die allerdings sehr langsam vonstatten geht, weil die Verantwortung im Gewissen der Menschen wachsen muss. Das sagte Papst Benedikt bei der Neujahrsmesse im Petersdom. Er mahnte dazu, die Weltwirtschaftskrise zu einer grundlegenden moralisch-kulturellen, solidarischen und auch ökologischen Neuerung zu nutzen. Noch für Jänner 2009 wird von Papst Benedikt eine Enzyklika zu Globalisierungsfragen (Armut, Hunger, Gerechtigkeit, Rüstung, Umweltschutz) erwartet.
- Pension für Pflege. Clemens Steindl, Präsident des Katholischen Familienverbands, forderte die Regierung auf, für pflegende Angehörige ab Pflegestufe 3 eine beitragsfreie Pensionsversicherung zu schaffen. Steindl weist darauf hin, dass in Österreich 80 Prozent der Pflegeleistungen in den Familien erbracht werden. Der Staat müsse jene, die diese Leistungen erbringen, angemessen unterstützen und daher die im Regierungsprogramm angekündigte Pensionsversicherung rasch umsetzen.