Bis zu 200 Kilometer können gute Schlittenhunde innerhalb von 24 Stunden laufen. In Rossleiten im Ennstal konnten Kinder kürzlich selber das Fahren mit Schlittenhunden probieren. In allen nördlichen Weltgegenden – in Alaska, Grönland und in Sibirien werden seit über 2000 Jahren Schlittenhunde als Zugtiere verwendet. Huskies, Malamuten und Grönlandhunde sind die bekanntesten Rassen. Jeweils zwei bis zwölf Hunde bilden ein Gespann. Schlittenhunde tragen unter dem rauen Deckhaar eine weiche Unterwolle. So halten sie auch tiefsten Temperaturen stand. Bei kurzen Rennen erreichen die Schlittenhunde eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Kilometern in der Stunde. Bei Langstreckenrennen sind sie mit rund 20 Stundenkilometern unterwegs. Während eines einzigen Winters laufen die Tiere 10.000 Kilometer. Dabei brauchen sie sehr wenig Nahrung. Der Leithund, der erste Hund am Schlitten, muss in der Lage sein, den Weg möglichst allein zu finden. Gute Leithunde finden einen einmal gelaufenen Weg auch nach Jahren mühelos wieder. Weltberühmt ist der Leithund Balto geworden, der im Jahr 1925 ein Hundegespann durch Schnee, Eis und Blizzards durch Alaska geführt hat, um lebensrettende Medikamente in eine Stadt zu bringen. Bei der Eroberung des Nord- und Südpols haben Schlittenhunde auch eine wichtige Rolle gespielt. Ohne sie hätten die Forscher die Pole kaum erreichen können. Heute werden die Hunde durch Motorschlitten ersetzt. Am Südpol sind Schlittenhunde sogar verboten, weil es sie dort – wie auch die Eisbären – ursprünglich nicht gab.