Ferdinand Kaineder fühlt sich als Opfer einer Diffamierungskampagne
Ausgabe: 2009/29, Bischof, Kommunikationschef, Kaineder, Schwarz, Eder-Cakl, Internet
15.07.2009
- Matthäus Fellinger
Bischof Dr. Ludwig Schwarz hat am 13. Juli Mag. Ferdinand Kaineder von seinem Amt als Leiter des Kommunikationsbüros der Diözese Linz entpflichtet. Die bisherige Stellvertreterin Mag. Gabriele Eder-Cakl wird die Agenden „im Sinne des diözesanen Kommunikationskonzeptes “ vorläufig übernehmen.
Bischof Dr. Ludwig Schwarz trennt sich vom Leiter des Kommunikationsbüros Mag. Ferdinand Kaineder. Der Bischof hat diese Entscheidung nach den Gesprächen mehrerer österreichischer Bischöfe mit dem Papst und Vertretern der Kurie in Rom Ende Juni getroffen und seither mehrere Gespräche mit Kaineder geführt. Die Entscheidung wurde nun am Dienstag in einer knappen Presse-Mitteilung bekanntgegeben. Wie Kaineder sagt, sei es bei Vorwürfen ihm gegenüber um die vor drei Jahren produzierte „Jugend-CD“, die einem Teil der Erst-Beitragspflichtigen zugesandt wurde, gegangen. Ihm sei auch vorgehalten worden, ein zu starker Vertreter des „Linzer Weges“ zu sein.
Druck durch Internet-Foren. In einem Schreiben an die diözesanen Mitarbeiter/innen zeigte sich Kaineder tief enttäuscht. Er spricht von einer „Diffamierungskampagne“ gegen ihn persönlich als Leiter des Kommunikationsbüros und – „was noch viel mehr schmerzt“ – gegen seine rein ehrenamtliche Tätigkeit in der Pfarre Kirchschlag als PGR-Obmann und ehrenamtlicher Seelsorger.“ Den Denunzianten wäre mehr geglaubt worden als dem eigenen Mitarbeiter, meint Kaineder. Konkret nennt er „international tätige Internet-Netzwerke mit besten Kontakten nach und in Rom“. Solche „gnadenlose Berichterstattung“ sieht Kaineder „als wirkliche Gefahr für eine offene, dialogische und im Glauben an Gott den Menschen zugewandte Kirche“. Tatsächlich war Kaineder in konservativen Internetforen immer wieder Zielscheibe der Kritik gewesen.
Mag. Ferdinand Kaineder hatte die Leitung des Kommunikationsbüros seit 2001 inne. Davor war er Erzieher am Petrinum, dann Pastoralassistent in der Linzer Dompfarre, in weiterer Folge Ausbildungsleiter für die Theologiestudierenden aus Oberösterreich gewesen. Er koordinierte diözesane Schwerpunktaktionen wie „Geöffnet“, „Stell dir vor – Kirche“, sowie zur Zeit „glaubenswert“.