Die MIVA feierte vom 23. bis 26. Juli Jubiläum und zwei- bis dreitausend Menschen feierten mit ihr. Seit ihrer Gründung vor 60 Jahren finanzierte das Hilfswerk für Missions-Fahrzeuge, dank der Spenden im Wert von 110 Millionen Euro, mehr als 20.000 Fahrzeuge. Wichtigste Spendenaktion ist die Christophorus-Sammlung, die heuer zum 50. Mal durchgeführt worden ist.
Am Samstag, 25. Juli und Sonntag, 26. Juli, war Stadl-Paura und das Christophorus-Haus der MIVA Schauplatz des Festes. Orden und Partnerorganisationen informierten über ihre Einrichtungen. Mobile Hilfsdienste (Feuerwehr, Rotes Kreuz, Polizei ...) präsentierten sich. Internationale Küche, ein eigens eingerichtetes Weltcafé sowie Musik aus Äthiopien, Zimbabwe, Lateinamerika und Österreich gehörten ebenso zum Fest wie der Frühschoppen am Sonntag. Höhepunkt war die Messfeier mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz und den beiden Bischöfen aus der Republik Kongo, Fridolin Ambongo Besungu und Joseph Kumuondala Mbimba (Projektpartner der MIVA). Am Ende des Gottesdienstes landete der ÖAMTC Rettungshubschrauber, den Bischof Ludwig segnete. Auch die MIVA-Einsatz-Fahrzeuge, die Fahrzeuge der anwesenden Hilfs- und Rettungsorganisationen und die der Gäste wurden von den Bischöfen gesegnet. Nach einer spektakulären Bergevorführung des ÖAMTC Rettungshubschraubers klang das Fest mit afrikanischer Trommelmusik aus.
Unsere unterentwickelte Sprache
Zum Auftakt ihres Jubiläums lud die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft MIVA am 23. und 24. Juli zur Fachtagung Weltkirche nach Lambach.
Im Rahmen dieser Fachtagung, die die „Schöpfungsverantwortung in der Krise“ zum Thema hatte, hielt Dr. Karl Kumpfmüller den Vortrag „devolopment of development“ (die Entwicklung der Entwicklung). Kumpfmüller sprach zum Begriff „unterentwickelt“, den die Industrieländer für die Länder der Dritten Welt verwenden. Dies zeige von keinem kuturellen Respekt für diese Länder und sei nahe am vom NS-Regime geprägten Wort des „Untermenschen“. Auch die Schuldenpolitk der reichen Staaten sprach Kumpfmüller an. Die Entwicklungsländer sind mit jährlich fast 500 Billionen Dollar verschuldet, während sie an Entwicklungshilfe etwa 104 Billionen erhalten. Das Überleben dieser Staaten sichern alleine die ausgewanderten Arbeiter, die ihren Lohn, insgesamt 250 Billionen jährlich, ihren Familien in die Heimat schicken.