Der Mariannhiller Missionar P. Franziskus Jank ist derzeit auf Heimaturlaub in Jeging. Seit 1968 lebt er in Südafrika, genauso lang wie sein am Pfingstsamstag ermordeter Mitbruder P. Ernst Plöchl. P. Jank erzählt vom Leben im „Halbruhestand”.
Altersbedingt hat P. Franziskus natürlich keine eigene Pfarre mehr, aber er hilft, wo er kann. Zur kirchlichen Situation des Landes weist er darauf hin, dass die Knappheit der geistlichen Berufe aus dem Ausland auch Gutes hat: „So müssen die einheimischen, lokalen Berufungen wirklichen ernst genommen werden – auch wenn es nicht immer einfach ist.“
Stolz auf den Mitbruder. Angesprochen auf die hohe Kriminalitätsrate in Südafrika meint P. Franziskus, dass man keine Angst haben müsse. Er gibt aber dann zu, dass die Diebstähle und Messerstechereien ein „bisschen zu viel“ sind. Zu dem bei einem Raubüberfall getöteten Mitbruder P. Ernst Plöchl sagt P. Franziskus: „Was er geleistet hat, ist unvorstellbar. An die 500 Men-schen fernab einer Stadt mit Nahrung und allem was man zum Leben braucht, zu versorgen, ist eine Leistung, die Respekt verlangt. Der Ernst hat für drei gearbeitet. Wir können stolz sein auf ihn und dass er zu unserer Ordensgemeinschaft gehört hat.”