Ausgabe: 2009/36, Kopf der Woche, Franz Brei, Volksmusik, Seelsorge, Grand Prix
02.09.2009
- Hans Baumgartner
Mit einer „Sektdusche“ empfingen am vergangenen Sonntag die Breitenfelder ihren Seelsorger Franz Brei auf dem Pfarrfest. Am Abend zuvor gewann er „Bronze“ beim Grand Prix der Volksmusik in München.
Die Österreich-Ausscheidung hat Franz Brei mit dem Lied „Das Leben“ souverän gewonnen. Beim Schlussbewerb des Grand Prix der Volksmusik in München wurde er von 16 Teilnehmer/innen aus vier Ländern dritter und damit bester Österreicher. Eine große Sängerkarriere will er deswegen nicht starten, denn er ist mit Leib und Seele Seelsorger im oststeirischen Pfarrverband Hatzendorf. Auch das Singen ist für ihn eine Art der Seelsorge, „denn viele Menschen, auch jüngere, mit denen ich so keinen Kontakt hätte, sprechen mich an. Ich nutze dann die Gelegenheit, um die Leute zu einem Gespräch bei mir einzuladen oder frage sie ganz locker, ob sie einen Gutschein für das Gotteshaus brauchen oder ob sie einmal einen ,Service‘ machen wollen“, meint der aus Vorarlberg stammende Pfarrer lachend.
Wellness für die Seele. „Die Menschen möchten Glück und Sinn finden. Ich möchte sie dabei unterstützen“, sagt Pfarrer Brei. Deshalb sind für ihn auch die steirischen Buschenschenken oder Segnungen für Motorradfahrer wichtige „Missionsstationen“. Als Feuerwehrkurat steht er nach schweren Unfällen oder Bränden den Leuten auch psychologisch-mitmenschlich bei. Vor drei Jahren hat er in der Pfarre Unterlamm eine Lourdes-Grotte gebaut. „Und ich merke dort immer wieder, dass die Leute nicht nur Orte für die körperliche Wellness, wie die nahe Therme Loipersdorf, brauchen, sondern auch Orte, die der Seele guttun.“
„Ich durfte vor 13 Jahren zehn Tage lang Mutter Teresa bei ihrer Arbeit in den Slums von Kalkutta begleiten. Wie sie zu den Menschen hinausging und sich ihnen zuwandte, hat mich und mein Priestersein stark geprägt. Auf meiner neuen CD ,Lebenslieder‘ widme ich ihr auch ein Lied.“