Linzer Priesterkreis. Unter dem Thema „Glaubenskrise und Seelsorge. Wie geht es mit der Seelsorge weiter?” stand die 21. Internationale Theologische Sommerakademie des Linzer Priesterkreises. Die aktuelle Seelsorgekrise kann nur bewältigt werden, wenn man davor die Glaubenkrise überwindet, betont Prälat Dr. Franz Breid, Pfarrer von Hofkirchen und Organisator der Akademie in seiner Tagungsbilanz gegenüber der KirchenZeitung. Dann würde die Opferbereitschaft unter den Gläubigen wieder wachsen und ebenso die Bereitschaft einen geistlichen Beruf zu ergreifen. Eine Wende im großen Stil sieht Prälat Breid aktuell nicht, aber einzelne Hoffnungszeichen, zu denen er die jungen Gemeinschaften zählt, wie zum Beispiel die Familie Mariens oder die Diener Jesu und Mariens. Zur Zeit sind Überbrückungsmaßnahmen notwendig, so Breid. Dazu gehört, dass man ältere Priester nicht zu bald in Pension schickt und – gut vorbereitet – ausländische Priester einsetzt. Auf Dauer muss sich aber die Kirche eines Landes personell selbst tragen, unterstreicht Breid. Als weitere Schritte nannte er die bessere Verteilung der vorhandenen Priester. Und das Gebet um geistliche Berufe müsse man intensivieren: „Da liegt noch einiges brach. So wertvoll der Dienst der Laien ist, wir brauchen Priester.”