Keine Kopfgeburt, sondern eine Reflexion der pastoralen Praxis in der Diözese Linz bietet das druckfrische Buch über die Seelsorgeteams.
Um die Kirche in Zeiten des Priestermangels dennoch „im Dorf lassen zu können“, beteiligt die Diözese Linz Männer und Frauen ehrenamtlich an der Leitung von Pfarren. In dem Buch „Kirche bleiben im Nahbereich“ haben 19 Autor/innen aus verschiedenen Pfarren, kirchlichen Fachstellen und theologioschen Fakultäten die Arbeit der Seelsorgeteams nun erstmals ausführlich beschrieben und theologisch analysiert. Herausgeber des Werks sind Monika Heilmann vom Pastoralamt sowie Monika Udeani und Helmut Eder von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität der Diözese. Die „Seelsorgeteams“ sind zu einem Erfolgsmodell geworden, das im deutschsprachigen Raum auf großes Interesse stößt. Zur Buchpräsentation am 25. September 2009 in der „Seelsorgeteampfarre“ Feldkirchen ist sogar eigens eine Delegation aus der Diözese Hildesheim angereist. Die Gäste sind von dem Modell beeindruckt: „Da ist viel Vertrauen zwischen Kirchenleitung und Seelsorgeteam-Mitgliedern da. Vermutlich funktioniert es deswegen so gut.“ Sepp Weichselbaumer, einer der Pioniere der Seelsorgeteams erinnert sich: „Wann immer in einer Pfarre die Sprache auf die Seelsorgeteams gekommen ist, war es mit dem Jammern über die schwierige Situation vor Ort vorbei. Das ist für mich ein Zeichen, dass in diesem Modell viel Kraft steckt. Seelsorgeteams wirken keine Wunder, aber sie sind ein Weg, der sich lohnt.“ – Auch das Buch zu lesen lohnt sich.