Rund um den Tag des Kaffees, den 1. Oktober, gab und gibt es an vielen Orten Informations- und Begegnungsveranstaltungen, die fair produzierten und gehandelten Kaffee zum Mittelpunkt hatten.
So hatte der Weltladen Braunau am 22. September Besuch von Agrar-Ingenieur Hugo Roblero Gordillo von der Kaffeebauern-Vereinigung Fiech. Er informierte über einen der besten Kaffees der Welt, der aus Arabica-Hochlandbohnen im südlichen Mexico gewonnen wird, und präsentierte den Kaffee Organico, den ersten fair gehandelten Bio-Kaffee aus kleinbäuerlicher Produktion. Im Anschluss daran unterhielten sich die Gäste angeregt bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee Organico – auf Wunsch auch koffeinfrei.
Der Weg der Bohne. „Die Kaffeepflanze braucht etwa zwei Jahre, bis sie Früchte trägt. Bei guter Pflege und organischer Düngung kann man etwa 20 Jahre Kirschen ernten“, erklärte Gordillo. Die reifen Kaffeekirschen werden zwischen November und Februar geerntet. Jede Kirsche enthält zwei Bohnen. Fruchtfleisch entfernen, Bohnen fermentieren und waschen, dann auf Netzen in der Sonne trocknen, bevor sie für den Export fertig sind. „Der Preis im Fairen Handel liegt garantiert über dem Weltmarktpreis und es gibt zusätzlich 30 Euro Bio- und Fairtrade-Prämie.“ Weil Fairtrade derzeit boomt, gebe es viele Trittbrettfahrer: „Hinweise wie ‚unter fairen Bedingungen produziert‘ sagen nichts aus. Nur das Fairtrade-Gütesiegel garantiert menschenwürdige Arbeitsbedingungen und dass das Geld wirklich bei den Bauern ankommt“, erläuterte der Kaffee-Experte.
- Der Weltladen Braunau lädt Kaffeegenießer/innen bis 17. Oktober zur Verkostung ein und informiert über Kaffeespezialitäten und -Produzent/innen.