Ausgabe: 2009/41, wachsen, Theologie vor Ort, Reihe, KTU, scheitern, Attnang
09.10.2009
Zum dritten Mal laden die regionalen diözesanen Bildungshäuser zusammen mit der Katholisch-Theologischen Privatuniversität und der KirchenZeitung zur Reihe „Theologie vor Ort“ ein. Auch die City-Pastoral Linz ist erstmals mit dabei.
„Im Scheitern wachsen“ lautet das diesjährige Thema. Die Erfahrung von „Brüchen“ und von gescheiterten Lebensprojekten betrifft den pivaten Bereich ebenso wie die Wirtschaft. Bisher tragende Säulen geraten ins Wanken und lassen scheitern. Auch die Kirche ist davor nicht gefeit. In der Mitte des christlichen Glaubens steht mit Jesus Christus einer, der das Scheitern bis zum Äußersten durchlebt hat. Doch daraus ist neues Leben geworden. Jesus gibt die befreiende Perspektive, dass im Scheitern auch ein Wachsen möglich ist. Die neue Reihe „Theologie vor Ort“ startet am Mittwoch, 14. Oktober im Maximilianhaus Attnang-Puchheim mit einem Vortrag von Univ.Doz. Dr. Silvia Habringer-Hagleitner (weitere Termine Seite 19). Mit „Theologie vor Ort“ wollen die Lehrenden an der Theologischen Universität Theologie in den Regionen zur Sprache bringen.
In der Sackgasse des Bemühens
Vortragszyklus „Theologie vor Ort“ steht unter dem Thema „Im Scheitern wachsen“
Nicht nur das große, auch das tägliche Scheitern den Kindern, den Lebenspartnern, Verwandten und Freunden gegenüber macht Silvia Habringer-Hagleitner zum Thema ihres Vortrags „Scheitern tut weh“.
Weder die Meter an Ratgeberliteratur, die die Regale in den Buchhandlungen füllen, noch das gewissenhafteste tägliche Bemühen können verhindern, dass Menschen einander verletzen. „Warum gerät man gerade mit jenen, die man am meisten liebt, in die tiefsten Konflikte, und häufig dann, wenn man es besonders gut machen will – zum Beispiel eine verständnisvolle Mutter oder eine verständnisvolle Partnerin zu sein?“, fragt Siliva Habringer-Hagleitner. Die Antwort: Schuldigwerden gehört unausweichlich zum Menschsein dazu. Es sind für gewöhnlich die Erwartungen und Idealbilder, die jeder Mensch in sich trägt, die ihm zum Stolperstein werden. „Trotz dieses schmerzhaften Befundes brauchen wir aber nicht verzweifeln“, so die Religionspädagogin: „Als Christen dürfen wir immer wieder neu anfangen.“ Dazu will sie in ihrem Vortrag Mut machen: Der Glaube an den Tod und die Auferstehung Jesu zeigen, dass die Liebe stärker ist als der Tod. Und sie weist auf das Vaterunser hin, das zentrale Gebet der Christen. Darin ist unaufgeregt und selbstverständlich vom Schuldigwerden die Rede und von der Bitte um Vergebung. Als konkrete Hilfe, das Vertrauen in das Leben zu stärken oder wiederzugewinnen, bietet die katholische Kirche in Oberösterreich ein enges Netz an Ehe-, Beziehungs- und Lebensberatungsstellen sowie die Telefonseelsorge an, erinnert Habringer-Hagleitner.
- Dr. Silvia Habringer-Hagleitner referiert zum Thema „Scheitern tut weh. Wenn Beziehungen zerbrechen“ - im Bildungszentrum Maximilianhaus (Puchheim) am Mi., 14. Oktober 2009, um 20 Uhr; - im Bildungszentrum St. Franziskus (Ried/Ikr.) am Do., 15. Oktober 2009, um 19.30 Uhr; - an der Kath.-Theol. Privatuniversität Linz am Mo., 19. Oktober 2009, um 19.30 Uhr; - im Dominikanerhaus Steyr am Di., 20. Oktober 2009, um 19.30 Uhr.
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