Eine äußerst positive Wirkung habe der Papstbesuch Ende September in Tschechien gehabt.
Das betonte der Generalvikar der Diözese Budweis, Adolf Pintir, bei einem Presssegespräch am 15. Oktober in Linz. Vor allem die Beteiligung von Jugendlichen sei völlig überraschend sehr groß gewesen. Rund ein Drittel der 700.000 Einwohner im Diözesangebiet von Budweis bekennen sich zur katholischen Kirche, 10 Prozent davon besuchen am Sonntag den Gottesdienst. Eines der größten Probleme: Es gibt kaum Priester der mittleren Jahrgänge. Pintir zeigte sich dankbar für die Unterstützung aus den Partnerdiözesen Linz und Passau in den Jahren nach der Wende. Inzwischen, so Pintir, habe man eingesehen, dass sich die Kirche nicht einfach „restaurieren“ lasse. Mit dem Blick nach vorne müsse jede einzelne Pfarre nachdenken, wie Seelsorge in Zukunft gestaltet werden kann. In Südböhmen gibt es Priester, die für bis zu acht Pfarren verantwortlich sind – mit großen regionalen Unterschieden, was die Zahl der Gläubigen betrifft. Religion ist in Tschechien Wahlfach. Zwei Drittel der Schüler/innen, die den Religionsunterricht besuchen, kommen auch in die Kirche.