Initiative Christlicher Orient erinnert zum 20-Jahr-Jubiläum an die Christen des Irak
Ausgabe: 2009/44, Initiative Christlicher Orient, Jubiläum, Schwarz, Bischof, Kirche
28.10.2009
- Josef Wallner
KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERA
Diözesanbischof Ludwig Schwarz (rechts) und Landtagspräsidentin Angela Orthner (Mitte) – sie war zum Zeitpunkt des 20-Jahr-Jubiläumsfestes am 22. Oktober 2009 nur noch für wenige Stunden im Amt – dankten Prof. Hans Hollerweger für seinen Einsatz für die Christen des Orients. Orthner betonte, dass es Prof. Hollerweger und die ICO verstehen, das Wort „Solidarität“ mit Leben zu erfüllen.
Als Hilfsverein für die bedrängten Christen im Tur Abdin (Osttürkei) 1989 gegründet hat sich die Initiative Christlicher Orient (ICO) zu einer geschätzten Partnerin für viele christliche Kirchen im Nahen Osten entwickelt.
Nach einem Jahrzehnt stetiger, aber eher unbemerkter Arbeit wurde ICO im Jahr 2000 mit der Aktion „Licht für Bethlehem“ einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Die Idee, dass an jedem Christbaum ein Olivenholzstern aus Bethlehem hängen sollte, hat eingeschlagen. Seither werden in der Adventzeit tausende Olivenholzarbeiten verkauft. Bislang konnte die ICO die Christen in Bethlehem mit 800.000 Euro unterstützen. In Summe bringt der Verein jährlich an die 300.000 Euro an Hilfsgeldern auf. Zu einem Schwerpunktland hat sich der Norden des Irak entwickelt, wo sich tausende Christen angesiedelt haben, da sie aus dem unsicheren Süden – um die Hauptstadt Bagdad – flüchten mussten. Die ICO war als erste Organisation aktiv und sammelt gerade für die Ausstattung von Kindergärten.
Pionier. Diözesanbischof Ludwig Schwarz dankte beim Festakt zum 20-Jahr-Jubiläum besonders dem Gründer und Motor der ICO, Prof. Hans Hollerweger: „Zusätzlich zur konkreten Hilfe hat Prof. Hollerweger Pionierarbeit in der Bewusstseinsbildung geleistet. Dass die Christen des Orients bei uns Aufmerksamkeit erlangen, dazu hat er viel beigetragen.“