„Diagnose Übermaßunmäßigkeit“ nennt der Managementberater Robert Lackner sein Buch, in dem er die Krise der Börsen und Kapitalmärkte mit sehr viel volkswirtschaftlichen Fakten und Zahlen, aber auch mit ethischen Forderungen aufarbeitet (Books on Demand,ISBN 978-3-8370-9571-5).
„Das Übel ist das Ungleichgewicht in dieser Welt, die gewaltigen Gegensätze zwischen Verschwendungsökonomie der reichen Staaten und Überlebensökonomie der Armen“, sagt Managementberater Robert Lackner.
„Private Banken haben mit ihrer Casino-Mentalität, welche vor allem die Eigeninteressen der Superreichen im Blickfeld hat, zu einer Glaubwürdigkeitskrise des Finanzsystems beigetragen. Reihum werden Phantasie-Milliarden-Beträge in dieses Casino-System gepumpt, während es für überlebenswichtige gesellschaftliche Anliegen kein Geld gibt.“ – Mit diesem Befund in seinem Buch „Diagnose Übermaßumäßigkeit. Die Gier der Lemminge“ ist Robert Lackner nicht allein, das Besondere daran ist: Das schreibt ein Managementberater.
Sprengstoff: mögliche Beute. Es liegt nahe, ihn, den Managementberater, zu fragen, ob die Manager gieriger als die kleinen Leute sind? „Um Manager zu werden, muss man die Karriereleiter in einem Unternehmen hoch steigen. Dabei ist die Einstellung ,schnell viel erreichen zu wollen‘ sicher hilfreich. Sieht man sich die Ausleseverfahren in Unternehmen an, werden oft nicht die Kandidaten berücksichtigt, welche sich beispielsweise vorausschauend um die Entwicklung ihrer Mitarbeiter kümmern. Es geht oft um Fähigkeiten, die einen raschen Erfolg (maximalen Gewinn) garantieren ...“ Und, im Gegensatz zu den kleinen Leuten, haben Manager Macht, und die Auswirkungen einer maßlosen Gier sind gravierender. Beispielsweise, wenn Mitarbeiter freigesetzt werden, um Gewinne weiter zu maximieren. „In der globalen Vernetzung und in den unvorstellbaren Dimensionen der möglichen Beute liegt der Sprengstoff.“