Mit den Spenden aus der Elisabethsammlung greift die Caritas Familien in Not unter die Arme
Ausgabe: 2009/45, Armut, Kinderspiel, Spenden, Elisabethsammlung, Caritas, Not
04.11.2009
- Ernst Gansinger
Arme Eltern – arme Kinder – schlechtere Bildungschancen – wahrscheinlicher arm: Armut ist vererbbar, weiß die Caritas.
Studien weisen nach, dass das Einkommen der Eltern maßgeblich den Bildungsweg der Kinder bestimmt. Alleinerziehende sind besonders armutsgefährdet. Das erleben die Berater/innen der Caritas täglich. Heuer zählen die Beratungsstellen etwa 8000 Vorsprachen von Menschen, die sich finanziell nicht mehr „hinaussehen“. Tendenz steigend!
Armutsspirale. Etwa Frau Meier. Sie ist Mutter von vier Kindern, die sie seit der Scheidung allein versorgen muss. Der Vater der Kinder weigert sich, Alimente zu zahlen. Nach Abzug der Fixausgaben bleiben der fünfköpfigen Familie im Monat gerade 500 Euro. Als auch noch eine Heizkostennachzahlung und die Ausgaben zum Schulanfang zu zahlen waren, kam Frau Meier verzweifelt zur Caritas.
Wachsende Kinderarmut. Viele Kinder wachsen heute unter schwierigsten Lebensumständen auf. Darüber informierten Oberösterreichs Caritas-Direktor Mathias Mühlberger und der Leiter der Linzer Stelle „Beratung und Hilfe“ der Caritas, Franz Xaver Mayr (links) anläßlich der Elisabethsammlung. Die Caritas wies mit einer „Armutsfalle“ am 30. Oktober bei der Karmelitenkirche an der Linzer Landstraße auf wachsende Existenzsorgen vieler Menschen hin. – Zur gleichen Zeit, es war Weltspartag, wurde in den Banken das sorgenfreie Leben mit ausreichendem Geldpolster gefeiert. Die Caritas nannte aufrüttelnde Zahlen: Mehr als 100.000 Kinder leben in Österreich in Armut, wohnen in ungeheizten Wohnungen.
- Spenden erbittet die Caritas auf das RLB-Konto 1.245.000 (BLZ 34.000), Kennwort: Elisabethsammlung