Im Geiste des heiligen Martin die Dinge vorantreiben
Gute Kooperation zwischen politischer Gemeinde und Pfarre in St. Martin im Mühlkreis
Ausgabe: 2009/46, Martinsfest, Geist, Kooperation, Gemeinde, St. Martin, Bell, Schirz
11.11.2009
- Paul Stütz
Der heilige Martin hat sein Leben mit den Menschen geteilt und Verantwortung übernommen. In seinem Geiste arbeiten die politische Gemeinde und die Pfarre in St. Martin im Mühlkreis zusammen. Und das ganz ohne Konkurrenzdenken, wie Pfarrer Reinhard Bell beteuert.
75 Prozent der Pfarrgemeinderäte in Österreich sehen ein gutes Verhältnis zwischen Pfarre und politischer Gemeinde. Das ist eines der erfreulichen Ergebnisse der aktuellen PGR-Studie. Ein Beispiel gelungener Kooperation findet sich in St. Martin im Mühlkreis. „Pfarrer und Bürgermeister gehen eigentlich ständig ein und aus beim jeweils anderen. Wir sind nicht wie Don Camillo und Peppone“, sagt Pfarrer Reinhard Bell. „Da geht es nicht darum, wer am besten aussteigt, sondern dass wir Dinge voranbringen.“ So wird etwa bei der Jugendarbeit an einem Strang gezogen. Zudem sollen im Bereich Schöpfungsverantwortung gemeinsame Projekte verwirklicht werden. Startschuss dazu bildete die Pflanzung eines Bambusbaumes beim Erntedankfest.
Gemeinsames Martinsfest. Die Kooperation zwischen politischer Gemeinde und Pfarre zeigte sich auch beim Martinsfest am vergangenen Wochenende. Auf Initiative der Pfarre stand das Jubiläum „25 Jahre Marktgemeinde“ im Mittelpunkt. Nicht zu kurz kam dabei – auch ganz im Sinne des heiligen Martin – der soziale Aspekt. Wie jedes Jahr sorgte das Rote Kreuz für die Bewirtung der fast 500 Festgäste. Die Einnahmen kommen dabei zur Gänze der Hilfsorganisation Rotes Kreuz zugute und nicht der Pfarre. Bell: „Wie beim heiligen Martin gilt: Wenn man teilt, wird es nicht weniger, sondern mehr.“