An der Ostwand der Weyrer Pfarrkirche, vor der der Taufstein steht, fallen zwölf weiße von der Decke hängende Seile ins Auge. An deren unteren Enden sind Kieselsteine angebracht. Die Gestaltung „Seile mit Steinen“ hat der aus Weyer stammende Künstler Alois Lindenbauer konzipiert. Sie soll die Bedeutung der Taufe eines Kindes für die Pfarre sichtbar machen: Für jedes neu getaufte Kind wird ein mit Namen und Taufdatum versehener Stein an einem der zwölf Seile angebracht, sodass nach und nach ein „Vorhang aus Steinen“ entsteht. Die Pfarre beschreibt ihr Projekt: „Unsere Kirche ist aus Stein gebaut. Wir getauften Christen und Christinnen bilden ein geistiges Haus, eingegliedert in die Gemeinschaft mit der Symbolzahl Zwölf – die Zahl der Stämme Israels und der neuen Sammlung der Apostel durch Jesus und mit einer Verbindung nach oben. Jede und jeder ist auserwählt wie diese Steine und unverwechselbar wichtig.“ Die Kinder der Pfarre haben zu der künstlerischen Gestaltung beigetragen: Sie sammelten gemeinsam mit dem Künstler entlang der Enns in Altenmarkt die Steine.