Da größere Menschenansammlungen – wie Gottesdienste das Gott sei Dank sind – eine Gefahrenquelle für die Verbreitung der Neuen Grippe (Schweinegrippe) darstellen, gibt die Kirche Hinweise zur Vermeidung von möglicher Ansteckung.
Die Deutsche Bischofskonferenz hat ein Rundschreiben mit Empfehlungen verfasst, wie im kirchlichen Bereich mit der Neuen Grippe verantwortungsvoll umgegangen werden kann. Da sich die Situation in Österreich nicht wesentlich von Deutschland unterscheidet, dokumentiert die KirchenZeitung die Tipps aus dem Nachbarland.
Hygiene. Bevor man einzelne Maßnahmen vorschlägt, ist zu betonen, dass kein Grund für Ängstlichkeit besteht. Die Neue Grippe verläuft im Wesentlichen nicht anders als die „normale“ Grippe: weder die Zahl der mit dem A/H1N1-Virus Infizierten ist höher noch ist ihr Verlauf schwerer. Man muss natürlich „derzeit“ hinzufügen. Für die Vermeidung von Ansteckung ist – wie bei jeder Grippe – die Handhygiene wichtig, betont die Betriebsärztin Dr. Brigitte Eichinger: mehrmals täglich die Hände waschen und wenn man spürt, dass sich eine Erkrankung ankündigt, sollte man mit Umarmungen und dem Händereichen zurückhaltend sein. Auf den Gottesdienst bezogen heißt das: „Für den Empfang der Heiligen Eucharistie empfiehlt sich gegenwärtig die Handkommunion. Wegen des erhöhten Ansteckungsrisikos verlangen Kelchkommunion und Mundkommunion besondere Vorsicht. Dasselbe gilt für das Händeschütteln und die Umarmung beim Friedenszeichen.“ Die Bischofskonferenz erinnert auch daran, dass sich Priester und Kommunionhelfer vor ihrem Dienst die Hände waschen sollen, und hält die Benutzung eines Desinfektionsmittels für sinnvoll.
Weihwasser. Da auch das Weihwasserbecken zu einer Quelle der Ansteckung werden könnte, sollte man bei der Verwendung von Weihwasser vorsichtig sein und das geweihte Wasser nur zurückhaltend nutzen, meint das Papier der Bischöfe. Dabei ist das Weihwasser – wenn man es nicht zum Mund führt – vermutlich weniger gefährlich als das Weihwasserbecken, auf das viele Hände hingreifen.