Pfarrblätter charakterisieren nicht nur durch ihren Inhalt die Pfarrgemeinde, die sie herausgibt – schon der Zeitungskopf ist eine Visitenkarte. Die KIZ unternimmt einen Streifzug durch den Pfarrblätterwald.
In den Zeitungsköpfen der allermeisten Pfarrblätter finden sich die Ortsnamen oder der Name des Kirchenpatrons. „Rohrbacher Pfarrblatt“, „Großraminger Pfarrblatt“ oder das St.- Georgs-Blatt der Pfarre Allhaming sind nur drei zufällig ausgewählte Beispiele aus dem Stoß der Pfarrblätter, die sich in der Redaktion der KirchenZeitung stapeln. An die 80 Prozent aller Pfarrblätter, -briefe und -boten haben sich für diesen Weg entschieden. Ein Zeitungskopf dieser Art hat den Vorteil, dass unter der Flut von Prospekten und Werbematerial auf den ersten Blick klar ist, was ins Haus flattert und worum es geht.
Kirchen-Theologie. Andere Pfarren haben beschlossen, im Zeitungskopf ein Signal zu setzen, was sie mit dem Pfarrblatt erreichen möchten: nämlich einen Kontakt zu den Menschen herstellen. So nennen Linz-St. Leopold und Linz-St. Konrad ihre Pfarrblätter auch „Kontakt“, das Ofteringer Pfarrblatt heißt „Von Mensch zu Mensch“ und das Thalheimer „Die Brücke“. St. Florian bei Linz führt den Begriff „Dialog“ im Zeitungskopf, die Pfarre Wallern „Begegnung“. Eine weitere Gruppe fällt noch auf: jene, die ein wenig Theologie transportieren. Auf dem Münzbacher Pfarrblatt findet sich die Wortfolge „Unsere-Meine-Deine Kirche“, die Pfarre St. Johann am Wimberg hat „Miteinander-Füreinander in unserer Pfarre“ am Zeitungskopf und Reichenau „Gemeinde leben“. Damit kommt ein Verständnis von Kirche und Pfarre zu Ausdruck, das stark auf Gemeinschaft, Sorge für den anderen und auf das Miteinander setzt.