Enns - Geinberg. Der Pfarrer, Musiker und und von den Nazis verfolgte Franz Krenn (1899 bis 1959) ist in Oberösterreich so gut wie nicht mehr bekannt. Otto Winkler, dem emeritierten Kustos der Basilika Enns-St. Laurenz, ist es zu verdanken, dass er diese interessante Priesterpersönlichkeit vor dem Vergessen bewahrt und eine Grundlage für weitere wissenschaftliche Forschungen gelegt hat. In der noch druckfrischen Biografie zeichnet Winkler die Lebensstationen Krenns nach: Von seiner Pfarre Geinberg von den örtlichen Nazis vertrieben landete er schließlich im Gefängnis. Nach seiner Entlassung im März 1939 musste der durch eine Verwundung im Ersten Weltkrieg gesundheitlich angeschlagene Pfarrer – weiterhin von der Gestapo schikaniert – als Organist in Enns sein Leben fristen. Trotz allem blieb er – so beschreiben ihn alle, die ihn kannten – liebenswürdig und mutig, was sein Kontakt mit Soldaten der Ennser Kaserne und mit Franz Jägerstätter mehr als deutlich beweist. Pfarrer Krenn hat auch eine große Anzahl von Kompositionen, darunter zwölf Messen, hinterlassen. Er selbst verstand sein Wirken als „Kleinarbeit für das Reich Gottes“.
- Das Buch „Franz Krenn. Priester, Musiker, NS-Opfer. Unsere Spurensuche“ (175 Seiten, ISBN 978-3-902226-08-2) ist zum Preis von 19,90 Euro zu beziehen bei: Mag. Otto Winkler, Severinusstraße 13, 4470 Enns, Tel. 07223/874 12, E-Mail: winkler.otto@liwest.at