Severinakademie des Forums St. Severin lud zu Rück- und Ausblick ein
Ausgabe: 2010/03, Kulturhauptstadt, Linz, Linz09, Dom, Kultur, Kunst, St. Severin
20.01.2010
- Elisabeth Leitner
Kirche als bedeutende Kulturträgerin wahrzunehmen, war eines der Ziele der Diözese Linz im Kulturhauptstadtjahr. Von Musik, Kunst, Architektur bis zur Feier- und Alltagskultur war der Programm-Bogen gespannt, viele Saiten kamen zum Klingen. Der Nachklang wird auch 2010 hörbar sein.
Die Severinakademie widmete sich dem Thema: „Spuren – Eindrücke – Bleibendes. Der Beitrag der Diözese Linz zum Kulturhauptstadtjahr 2009“. An die 100 Interessierte kamen am 12. Jänner in die Kath.-Theol. Privatuniversität und nutzten die Chance, die Zusammenarbeit von Kirche und Linz09 näher zu betrachten. Unterstützt wurden sie dabei durch den filmischen Rückblick von Renate Bauer. Sie interviewte kirchlich Engagierte wie Dompfarrer Maximilian Strasser, Pfarrer Christian Öhler, Maria Hauer sowie Intendant Martin Heller und Musik-Chef Peter Androsch von Linz09. Die Grundstimmung hinter den Aussagen war: Das Interesse an Kirche als Kulturträgerin und das Verständnis für Kultur innerhalb der Kirche ist spürbar gewachsen. Die Partnerschaft ist in vielen Fällen geglückt (vgl. KIZ-Nr. 52/53). Stille halten zur Tagesmitte. Dass der Mariendom ins Zentrum der Stadt gerückt ist, diese Einschätzung teilen sowohl Besucher/innen als auch Programmverantwortliche von Kirche und Linz09. Der Dom bleibt 2010 im Blickfeld. Die Gelegenheit, gemeinsam mit den Eremitinnen und Eremiten zu schweigen und in der Mitte des Tages innezuhalten, nutzten bisher über 5000 Stille-Suchende. Ein ehrenamtliches Team aus 25 Personen unter der Leitung von Mag. Alois Mayer führt das Mittagsgebet nun täglich (außer Sonn- und Feiertag) fort. Beginn ist jeweils um 12.15 Uhr, 20 Minuten dauert die gemeinsam erlebte Stille in der Mitte des Tages, die eine wohltuende Unterbrechung im Arbeitsalltag sein will.
Ruhepol – Turmeremit – Klangwelt Dom. Neben den Führungen im Mariendom, die weiterhin über das Domcenter gebucht werden können, wird sowohl der Ruhepol ab Mai als auch die Eremitage zu besonderen Zeiten wieder geöffnet. Der Andrang, sich zu den kirchlichen Festzeiten und im Sommer für je eine Woche in die Eremitage zurückziehen zu können, ist nach wie vor gegeben. Dass die Architektur und Akustik des Domes noch viele spannende Projekte im Musikbereich eröffnen wird, hat Domkapellmeister Josef Habringer in Gesprächen angedeutet.
Orgelstationen und Kepler-Salon. Die Orgelstationen in Linzer Kirchen, die mit fast 13.000 Besucher/innen alle Erwartungen der Veranstalter übertroffen haben, sollen ebenfalls weitergeführt werden. In welcher Form genau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch offen. Der Kepler-Salon – ein niederschwelliges Gesprächsangebot für alle möglichen Themen aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur, Religion, Gesellschaft und Medizin – wird mit Unterstützung des Fortbildungsinstituts „forte“ der Elisabethinen weiterbestehen. Details dazu folgen noch.
Auf nach Linz. Maria Hauer vom Haus der Frau denkt daran, die Linz-Besuchstage für Frauengruppen aus der Region wieder aufzunehmen: 1400 Besucherinnen lockte dieses Kulturangebot im Jahr 2009 nach Linz. Der kulturelle Aufwind, den viele Kunst- und Kulturengagierte in der Diözese Linz 2009 gespürt haben, bläst auch 2010.
Der filmische Rück- und Ausblick kann auf der Diözesan-Homepage abgespielt werden: www.dioezese-linz.at