Nach Jahren des Verschmähens nutzen immer mehr Menschen wieder Wildobst, weil es gut schmeckt und reich an wertvollen Vitaminen, Mineral- und Vitalstoffen ist. In Hausgärten haben heimische Gehölze gegenüber exotischen Pflanzen vor allem einen großen Vorteil: Sie sind leicht zu pflegen. Sie benötigen kaum Dünger und werden seltener von Schädlingen oder Krankheiten befallen.
Zierde und Nutzen. Wildobstgehölze sehen als einzelne Sträucher gut aus, sie können genauso als geschnittene Hecke oder als Elemente in einer Blütenhecke gesetzt werden. Manche Sträucher sind das ganze Jahr über eine Zierde, etwa die Felsenbirne: Sie blüht weiß, bildet dann leuchtend rote Beeren, die reif blauschwarz sind und süß und saftig schmecken, im Herbst verfärben sich die Blätter leuchtend bunt. Ein weiteres Beispiel ist die Kornelkirsche, die als eine der ersten Gehölze blüht (gelb) und im Herbst leuchtend rote Früchte trägt, die hervorragend schmecken. Viel Platz benötigt man etwa für den Sanddorn, weil er eine männliche und eine weibliche Staude für die Befruchtung benötigt. Er blüht zwar unscheinbar, trägt im Herbst aber leuchtend orange Beeren. Eine der bekanntesten Wildfrüchte ist wohl der Schwarze Holunder. Er ist mit Stecklingen leicht zu vermehren. Im Garten kann man zu dicht stehende oder schwache Triebe schneiden und so den Ertrag erhöhen. Die Beeren muss man vor dem Verzehr kochen, damit wird das schwach giftige Sambunigrin zerstört.
Wertvoll für andere. Für jedes Wildobst gilt: Wem die Ernte der Früchte zu mühsam ist, tut zumindest den Vögeln, Igeln und anderen Tieren etwas Gutes. judith moser-hofstadler
- Tipps zu heimischen Gehölzen im Garten:Helmut Pirc, Wildobst und seltene Obstarten im Hausgarten, Leopold Stocker Verlag, Euro 14,95 (Pirc beschreibt mehr als 60 Wildobstarten).Und im Internet: www.umweltberatung.at