Sänger Mark Mulcahy ist hierzulande nicht mit einem allzu hohen Bekanntheitsgrad gesegnet. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an Nick Hornbys „31 Songs“, wo Mulcahys Stück „Hey Self-Defeater“ beweihräuchert wird. Nach dem Tod von Mulcahys Ehefrau hat sich die Crème de la Crème der Alternativeszene zusammengetan, um einen zum Teil äußerst genialen Tribute-Sampler einzuspielen. Den Ankick macht Thom Yorke mit einer entrückten und sterilen, aber nicht minder beeindruckenden Interpretation von „All For The Best“. Danach gibt der Radiohead Mastermind an die neuen Alternative-Stars von The National ab, die mit „Ashamed Of The Story I Told“ dank der Intensität des Gesangs von Sänger Matt Berninger einmal mehr eine Glanzleistung abliefern. Michael Stipe erinnert zwar mit seiner Version von „Everything’s Coming Undone“ an R.E.M.s wunderbares Album „Up“, der Song selbst bleibt aber ohne Substanz und daher farblos. Wesentlich besser halten sich da schon die unverwüstlichen Dinosaur Jr., die „The Backyard“ mit knarzenden Gitarren ihren typischen Sound aufzwängen. Der größte Wurf gelingt aber den Butterflies Of Love mit „I Have Patience“, das einen derartigen Drive entwickelt, dass man davon schier überrollt wird. Doch auch Künstler wie Frank Black, Juliana Hatfield, Josh Rouse oder Mercury Rev verneigen sich mit schönen Coverversionen vor dem leider viel zu unbekannten Künstler Mark Mulcahy, dessen Songs definitiv eine Entdeckungsreise wert sind.
- Ciao My Shining Star – The Songs Of Mark Mulcahy (erschienen bei shout).