Ausgabe: 2010/15, Werte, USA, Russland, Auseinandersetzung, Bundespräsidentenwahl, ÖVP, Bewerber/innen, Rudolf Kirchschläger, Barack Obama, Abrüstung
14.04.2010
Wenn Werte wieder gefragt sind
Die derzeit laufende Auseinandersetzung zur Bundespräsidentenwahl zeigt zweierlei: Einerseits ist die Tatsache, dass von allen drei Personen, die sich um das Amt bewerben, ganz bewusst „Werte“ angesprochen werden, durchaus überraschend. Haben doch viele prophezeit und vorgelebt, dass in der von Umfragen gesteuerten Politik Grundsätze ausgedient hätten. Andererseits zeigt sich immer deutlicher, dass es ein Fehler war, dass die ÖVP keine/n eigene/n Bewerber/in aufgestellt hat bzw. mitkandidiert hat, wie seinerzeit Rudolf Kirchschläger. Sie leistet damit nicht nur der Demokratie einen schlechten Dienst, sie fällt damit auch in dem so notwendigen Wertediskurs aus.
Hans Baumgartner
USA und Russland nähern sich an
Von einem geschichtlichen „Meilenstein“, einem „historischen Ereignis“ war die Rede, als vergangene Woche US-Präsident Barack Obama und Russlands Staatschef Dmitri Medwedew den neuen Abrüstungsvertrag unterzeichnet haben. Neben all der Euphorie darf allerdings nicht vergessen werden: Auch wenn beide Länder die Zahl ihre nuklearen Waffen in den nächsten sieben Jahren verringern wollen, so bleiben doch noch genug Bomben übrig, um die Erde zu zerstören. Aber bleiben wir optimistisch und sehen in diesem Vertrag einen Beginn, ein wichtiges Zeichen in Richtung Abrüstung, einen „Schritt auf einer längeren Reise“, wie Obama sagte. Es wäre wünschenswert, dass sich die beiden Länder weiter annähern und dabei gemeinsam versuchen, auch die atomare Bedrohung durch neue Länder einzudämmen.