Der Papst erinnert in Malta an die Ankunft des Apostels Paulus auf der Insel vor 1950 Jahren
Ausgabe: 2010/16, Empfang, Papst Benedikt, Katamaran, La Valetta, Paulusgrotte, Glaube, Werte, Solidarität, Flüchtlinge, Malta, Paulus, Schiffbruch, Papst,
21.04.2010
Malta feierte die Anwesenheit des Papstes (17./18. 4.) zum Gedenken an die Missio-nierung durch Paulus vor 1950 Jahren als nationales Ereignis. Auf den Granaries, dem großen Platz vor den Toren La Vallettas, der Hauptstadt Maltas, knüpfte Benedikt am vergangenen Sonntag an die biblische Erzählung vom Schiffbruch des Paulus an, wie schon am Vorabend bei einem Treffen mit Missionaren bei der Paulusgrotte in Rabat. Der Papst sprach vom Vertrauen auf Gott, auch wenn „das Schiff von den Wellen hin und her geworfen“ wird. Überraschend kam es in Malta auch zu einem Treffen mit acht Missbrauchsopfern. In der Kapelle der Nuntiatur bekundete der Papst seine Scham und sein Leid über das, was die Opfer und ihre Familien erlitten haben. Am Sonntag stand ein Treffen mit Jugendlichen im alten Hafen La Valettas auf dem Programm. Dort rief der Papst zur Solidarität u. a. mit Flüchtlingen und Einwanderern auf. Zugleich appellierte er an die Jugend für die Bewahrung von christlichem Glauben und Werten einzutreten. Dazu gehöre der Einsatz für den Schutz des Lebens, für ein stabiles Familienleben und gegen Abtreibung und Ehescheidung.