Die Diözese Augsburg hat das Rücktrittsgesuch von Bischof Walter Mixa bestätigt. Der Amtsverzicht eines Bischofs unter öffentlichem und kircheninternem Druck ist in der Geschichte der katholischen Kirche in der Bundesrepublik Deutschland ohne Beispiel. Mixa zog mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus der seit drei Wochen anhaltenden Debatte um Vorwürfe gegen seine Person. Der gebürtige Oberschlesier soll als Stadtpfarrer von Schrobenhausen zwischen 1975 und 1996 Heimkinder geschlagen und Stiftungsgeld satzungswidrig ausgegeben haben. Insgesamt geht es dabei um mehr als 100.000 Euro.