„Unser Anliegen ist es, Brücken nach Böhmen zu bauen. Der heilige Johannes Nepomuk Neumann stellt so eine Brücke dar“, sagt Abt Martin Felhofer vom Stift Schlägl. Der 1811 in Prachatice geborene Johannes Nepomuk Neumann trat in das Priesterseminar Budweis ein, wurde aber wegen des damaligen Priesterüberschusses nicht zur Weihe zugelassen. So wanderte er in die USA aus, wo er bald auch geweiht wurde. Von Anfang an galt sein Einsatz der Schulbildung und der Einrichtung sozialer Institutionen für deutschsprachige Einwanderer. Nach dem Eintritt in den Redemptoristenorden und der Ernennung zum Bischof von Philadelphia gründete er an die 100 Kirchen und ebenso viele Schulen. Bischof Neumann legte damit den Grundstein für das kirchliche Pfarr-Schulsystem in den USA. Nur 59-jährig brach der Bischof 1860 auf der Straße zusammen und starb.
- Eine Sonderausstellung im Stift Schlägl (bis 26. Oktober 2010) zeichnet die Lebensstationen des „amerikanischen Heiligen aus dem Böhmerwald“ und sein Engagement für die Seelsorge nach. Tel.: 07281/88 01-293 Abt Martin Felhofer (von li.) bei der Ausstellungseröffnung mit Altbischof Franz Xaver Eder (Passau), Rektor P. Josef Kampleitner (Redemptorist) und Generalvikar P. Adolf Pintir aus Budweis.